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Gemeinsam anbauen, erleben und begreifen

Ackerkinder erleben gemeinsam die Natur auf dem Feld

Fotos: GeltenDorfacker e. V.

Seit rund acht Jahren gibt es in Geltendorf den „GeltenDorfacker“ – eine Initiative, die Privatpersonen und Familien ermöglicht, auf einem von der Gemeinde gepachteten Acker naturnah zu gärtnern und mittlerweile als gemeinnütziger Verein organisiert ist.

Hier können je nach eigenem Bedürfnis Gemüse, Kräuter und Blumen für die persönliche Versorgung angebaut werden – zugleich ist der Acker ein lebendiger Ort des Austauschs. Und so hat sich im vergangenen Jahr in diesem Umfeld eine besondere Gruppe herausgebildet: das „Team Ackerkinder“.

13 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren trafen sich in der vergangenen Ackersaison etwa einmal im Monat (normalerweise am Samstagvormittag) für rund drei Stunden – nicht nur, um gemeinsam zu säen, zu gießen und zu ernten. „Es geht darum, die Natur mit allen Sinnen zu erleben, kreativ zu werkeln, gemeinsam zu spielen – und einfach eine gute Zeit miteinander verbringen“, so die Vereinsvorsitzende Ursula Feigl-Kramer.

Das selbstgemalte Schild verweist darauf: Hier beginnt das Reich des Teams Ackerkinder.

Und so wurden hier übers Jahr hinweg verschiedenste Gemüsesorten angebaut. Parallel entstanden aber auch kreative Projekte, die zeigen, wie vielseitig der Lernort Acker sein kann: Die Kinder bauten ein Wildbienenhaus beziehungsweise Insektenhotel, gestalteten gemeinsam das Ackerschild, fertigten Nisthilfen für ihr Zuhause und rührten sogar ihre eigene Hautcreme zusammen an. Zur Erntezeit wurden Kartoffeln am Lagerfeuer gegrillt oder zu Suppe verarbeitet.

Die Verbindung von praktischer Arbeit, Naturpädagogik und gemeinschaftlichen Erlebnissen prägt die Treffen. Und so erleben die Kinder unmittelbar, was sich im Lauf eines Jahres auf dem Acker verändert – von der Aussaat bis zur Ernte – und entwickeln dabei ein Gespür für Kreisläufe, Biodiversität und den Wert von Lebensmitteln.

Außen angekohlte Schale, innen himmlischer Kartoffelgenuss: Am Lagerfeuer gegarte Kartoffeln schmecken einmalig.